• chrismentz

make your own ... Lahme Socken

Aktualisiert: 6. Okt 2019

Man vermeidet Plastik, indem man einfach nichts kauft. Klingt gut, aber...

Als ich neulich das Disana Windel-Set testete, blieb ich etwas ratlos zurück. Wie kann ich über diese wirklich bequeme aber dicke Windelhose noch eine Strumpfhose oder einfach nur Hose ziehen? Immerhin soll sie ja auch im Winter zum Einsatz kommen.



Lange Strümpfe! Und zwar selbst gemacht – ganz ohne Shopping und plastikfrei. Aus einer alten zu kleinen Strumpfhose lassen sich relativ einfach lange Strümpfe machen. Folgende Anleitung ist für lahme Socken und alle talentfreien Menschen wie mich geeignet:




  1. Mein schneidet die Beine unter dem Schritt ab (je nach dem, wie lang man die Strümpfe haben will).

  2. Auch den Bund trennt man vom Rest der alten Strumpfhose, um diesen wiederum für die Strümpfe zu verwenden.

  3. Je nach dicke der kleinen Babyoberschenkel, schneidet man nun zwei Teile des Bündchens ab. Man sollte bedenken, dass die Strümpfe nicht rutschen, aber auch nicht zu eng sein sollen. Bei schon etwas ausgedehnterem Stoff gilt folgende Faustregel: Länge der Umrandung (in unserem Fall der abgeschnittene obere Teil des Beines) x 0,8 + 1 = Länge des Bündchens in cm. (z. B.: 18 cm x 0,8 + 1 = 15,4 cm Bündchenlänge)

  4. Man klappt den Stoff nun auseinander und legt ihn links herum vor sich hin.

  5. Das offene Ende wird zusammen genäht.

  6. Jetzt werden die Bündchen in einander gekrempelt, sodass Naht auf Naht und es wieder richtig herum liegt (also auf links bzw. mit der Naht nach innen).

  7. Mit der offenen Seite nach oben wird das Bündchen dann über den Strumpf gespannt. Dabei kann man sich entscheiden, wo die Naht liegen soll. Im schönsten ist das natürlich immer hinten oder an der Oberschenkelinnenseite. Eine Wäscheklammer kann hier hilfreich sein.

  8. Die wahre Herausforderung ist das Annähen. Bei einer so kleinen Größe ist das gar nicht so leicht. Wichtig ist daher, dass man das Bündchen beim Annähen immer gut mitzieht. Es ist ratsam, erst mal einen Stich zu verwenden, der sich im Zweifel wieder gut auftrennen lässt. Falls dann alles gut aussieht, kann man noch einmal mit einem ZickZack-Stich drüber nähen.

  9. Jetzt krempelt man das Bündchen einfach um und fertig ist der Strumpf.

Das sieht alles erst mal einfach aus, hat aber durchaus seine Tücken, wenn nebenbei noch Kind versorgt werden möchte. Dennoch ist ein Paar im Laufe eines Tages zu schaffen, ohne das das ganze System drum herum zusammen bricht und alle ohne Abendessen ins Bett müssen.

Und das Wichtigste: Man kann so wieder einen kleinen Beitrag zur Müllvermeidung leisten und noch Stolz auf die eigenen Upcycling-Künste sein. Nebenbei hat meine Tochter noch ihre Leidenschaft für die Fotografie entdeckt:


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