• chrismentz

make your own ... Babyöl

Babyöle werden sehr gern zur Reinigung der zarten Haut oder zur Babymassage verwendet. Dabei wird der Haut Feuchtigkeit zugeführt und das Öl fungiert als natürlicher Schutzfilm. Das große Aber: Sie werden fast ausschließlich in Plastikflaschen verkauft.


Das ist schade und auch völlig unnötig. Die Alternative sind Öle, die man in Glasflaschen im Supermarkt nebenan finden kann. Pflanzenöle wie Kokosöl, Olivenöl, Avocadoöl, Mandelöl, Sheabutter, Jojobaöl oder Sonnenblumenöl eignen sich hervorragend.

Kokos- und Avocadoöl bieten der Haut Schutz vor dem Austrocknen. Sonnenblumenöl unterstützt zudem die natürliche Schutzfunktion der Haut. Sheabutter enthält dagegen hautberuhigende Bestandteile.

Sehr beliebt bei Eltern ist Calendulaöl. Calendula (Ringelblume) wirkt desinfizierend, entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Es lässt sich ganz einfach selbst herstellen.

Benötigt wird:


  • 40 Gramm getrocknete Ringelblumenblüten (Calendula) aus dem Reformhaus

  • 1 Liter kaltgepresstes Öl (Sonnenblumen-, Mandel- Avocado- Jojoba- Aprikosenkern- oder Sesamöl, gern auch ein Gemisch)

  • ein Gefäß zum Aufbewahren für das fertige Öl



Tipp:

Öle lagert man am besten kühl und im Dunkeln auf. Braune Bierflaschen mit Schnappverschluss lassen sich perfekt dafür zweckentfremden. Ein guter Ort ist natürlich auch der Kühlschrank.



Herstellung


Es gibt zwei Methoden.


Für die Geduldigen:

  1. Das Öl in einen Topf geben und leicht erwärmen.

  2. Die Blüten in ein Weckglas (oder ein anderes Gefäß, das sich luftdicht verschließen lässt) geben und mit dem warmen Öl übergießen.

  3. Das Gemisch mit einem Holzlöffel umrühren und darauf achten, dass alle Blütenblätter mit Öl bedeckt sind.

  4. Das Glas verschließen und 3 - 6 Wochen an einen durchgängig warmen Ort stellen (Achtung: Fensterbänke werden nachts zu kalt).

  5. Anschließend durch ein Küchentuch abseihen und in das Aufbewahrungsgefäß füllen.

Für die Ungeduldigen:

  1. Das Öl und die Blüten in ein hitzebeständiges Gefäß geben.

  2. Dieses in einen mit heißem Wasser gefüllten Topf (= Wasserbad) stellen und auf niedrigster Stufe 2 Stunden durchziehen lassen (nicht kochen).

  3. Alle halbe Stunde durchrühren und nachsehen, ob noch genug Wasser im Topf ist.

  4. Anschließend das Öl durch ein Geschirrtuch abseihen und in das Aufbewahrungsgefäß füllen.


Das Gemisch ergibt etwas weniger als einen Liter Öl. Das reicht ewig und man spart dadurch fast 5 Plastikflaschen - und auch etwas Geld. Die selbstgemachte Version kostet in etwa 5 €. Im Vergleich dazu verlangen die meisten Hersteller zwischen 2 – 9 € (Weleda) für 200 ml.

Das Öl – zum Beispiel in einem schönen kleinen Weckglas aufbewahrt – ist ein persönliches aber auch ganz praktisches Geschenk für frischgebackene Eltern.



16 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
  • Black Facebook Icon
  • Black YouTube Icon
  • Black Pinterest Icon
  • Black Instagram Icon