• chrismentz

make your own ... Feuchttücher

Der dreckige Babypopo: Was man zu Hause ganz einfach mit einem Waschlappen erledigen könnte, gestaltet sich unterwegs schwieriger. Daher sind Feuchttücher wahrscheinlich eines der wichtigsten Utensilien in der Wickeltasche. Sie sind einfach zu praktisch. Ob dreckiger Babypopo, klebrige Finger oder ein verschüttetes Getränk - mit einem Feuchttuch ist das sogar außer Haus schnell wieder in den Griff zu bekommen.

Doch wie so oft hat auch hier der Komfort einen Haken: Plastikverpackung, jedes Tuch ein Wegwerfprodukt und Konservierungsstoffe (Parabene). Letztere werden benötigt, um die Haltbarkeit der Tücher zu erhöhen. Zusätzlich werden Tenside, Alkohol und Duftstoffe hinzugegeben, um das Austrocknen zu vermeiden, Keime abzutöten und einen möglichst guten Duft zu erzeugen.

Ist all das wirklich nötig, um das zu erreichen, was zu Hause ein Waschlappen schafft? Feuchtücher kann man ganz schnell und mit einfachsten Mitteln selber herstellen!



Benötigt wird

  • abgekochtes Wasser

  • saugfähiger Stoff

  • Öl (Kokosöl, Olivenöl, Calendula-Öl etc.)

  • Topf, Schüssel, ….

  • Gefäß zur Aufbewahrung der fertigen Tücher



Was als Trägermaterial gewählt wird, ist eigentlich ganz egal. Die Hauptsache ist, dass der Stoff Flüssigkeit aufnehmen kann. Alte löchrige Socken oder T-Shirts lassen sich beispielsweise gut zu kleinen Lappen zurechtschneiden. Wer nicht selber Hand anlegen will, könnte aber auch Stofftaschentücher (für Kinder) kaufen. Diese kann man dann auf jeden Fall auch noch nach der Windelzeit gebrauchen.



Herstellung

Vorab sollte sicher gestellt sein, dass alle verwendeten Geräte sauber und keimfrei sind, damit die Flüssigkeit nicht verunreinigt wird.

  1. Wasser abkochen

  2. Öl hinzufügen und verrühren Tücher

  3. zu Wasser-Öl-Gemisch geben

  4. einziehen und abkühlen lassen

  5. aus dem Gefäß nehmen und rollen, falten etc.

  6. in ein Transportgefäß legen



Das Öl vermischt sich selbstverständlich nicht komplett mit dem Wasser. Daher ist es hilfreich, dass man das Gemisch gut verrührt und die Tücher ein wenig im Wasserbad dreht und wendet. Somit verteilt sich das Öl ganz optimal auf der Stoffoberfläche.



Im Alltag

Als Transportgefäß kann alles verwendet werden, was man so zu Hause findet: Gläser, alte Dosen, Tupperware. Es muss also nichts zusätzlich angeschafft werden.



Unterwegs muss man an eine Aufbewahrungsmöglichkeit für die gebrauchten Tücher denken. Auch das kann wieder ein Glas oder eine leere Dose sein – oder die gute alte Plastiktüte, die man vielleicht noch irgendwo zu Hause rumliegen hat.

Der Kritikpunkt, dass Feuchttücher aus Stoff mehr Energie und Wasser verbrauchen, da sie nach dem Gebrauch gewaschen werden müssen, greift nicht so wirklich. Die schmutzigen Feuchttücher werden einfach mit der normalen Wäsche mit gewaschen. Sie sind so klein und passen in jede eigentlich schon volle Waschmaschine mit hinein.


Ein echter Nachteil ist allerdings die Haltbarkeit. Da bei der DIY-Variante keine Konservierungsstoffe zum Einsatz kommen, fangen die Stofftücher nach ungefähr einer Woche bereits an zu müffeln. Daher macht es also keinen Sinn, eine große Menge auf Vorrat herzustellen, sondern einfach genauso viel, wie man tatsächlich für eine Woche benötigt.

Tipp:

Das Öl-Wasser-Gemisch eignet sich wunderbar als Badezusatz. Es muss also nicht weggeworfen, sondern kann in einem Glas aufbewahrt für das nächste Babybad verwendet werden.




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