• chrismentz

make your own … Reismilch

Nichts geht also über Muttermilch! Hier sind sich alle einig. Wer kann, sollte also sein Baby während der ersten sechs Lebensmonate voll stillen. Danach fangen manche Babys schon an, sich für richtige Nahrung zu interessieren. Für viele Eltern stellt sich dann die Frage, ob ein Abendbrei zum Beispiel Kuhmilch enthalten darf oder lieber nicht.

Kuhvollmilch ist nämlich aufgrund ihres hohen Proteingehalts für Säuglinge im 1. Lebensjahr eher ungeeignet. Als Breizusatz spricht allerdings nichts dagegen. Wer dabei trotzdem noch Bauchschmerzen haben sollte, kann auf Alternativen wie zum Beispiel auf Reismilch zurückgreifen.

Reismilch ist frei von:

  • Laktose

  • Milcheiweiß

  • Gluten

Das klingt erst mal gut, ABER: Im Supermarkt lässt sich Reismilch meist nur im Tetra Pak finden. Also Ärmel hochgekrempelt und selber machen!




Benötigt wird

  • 100 g weisser Reis oder Vollkornreis

  • ca. 1,5 Liter Wasser zum Kochen

  • 1 Liter warmes Wasser zum Mischen

  • optional: eine Prise Salz und/oder Vanille, brauner Zucker etc. zum Süßen

  • Küchentuch oder feines Sieb zum Abseihen

  • eine desinfizierte Flasche zur Aufbewahrung




Wie immer bei der Herstellung von Lebensmitteln ist auch hier sauberes Arbeiten Pflicht. Alle verwendeten Gegenstände sollten möglichst keimfrei sein, damit die Milch am Ende nicht verunreinigt ist.

Das gilt auch für den Reis. Es macht Sinn, diesen vor dem Kochen noch einmal gründlich zu waschen.




Herstellung


Die Zubereitung der Reismilch ist einfacher als vielleicht gedacht:

  1. Reis gründlich waschen.

  2. Den Reis weichkochen und danach abgießen.

  3. Ggf. den gekochten Reis noch einmal abwaschen und zusammen mit dem warmen Wasser in einen Mixer geben und vermischen.

  4. Wer seine Milch gesüßt haben möchte, sollte nun noch das Süßungsmittel hinzugeben und nochmals mixen.

  5. Das Gemisch eine Stunde ruhen lassen.

  6. Durch ein feines Sieb oder Küchentuch in das sterilisierte Gefäß abfüllen.





Einige Leute machen die Erfahrung, dass selbst gemachte Reismilch etwas schleimig ist. Es kann helfen, den Reis nach dem Kochen noch einmal zu waschen. Auch setzt sich während der Ruhezeit etwas Reisbrei unten im Mixer ab. Wer seine Milch lieber flüssiger möchte, der sollte darauf achten, diese Masse nicht mit in das Aufbewahrungsgefäß zu schütten.

Der übrige Reisbrei muss aber nicht im Müll landen. Er eignet sich wunderbar als Babynahrung. Mit einer weichen Banane und etwas Rapsöl vermischt, ergibt er eine leckere Breimahlzeit.






Im Alltag


Reismilch ist aufgrund seiner ungeeigneten Nährstoffzusammensetzung keine echte Mahlzeit für ein Baby und sollte nur als Beigabe verstanden werden.

Eine echte Kostenersparnis ist es nicht, wenn man Reismilch selber herstellt. Man gibt vielleicht schlussendlich einen Euro weniger aus – hat aber natürlich die eigene Arbeitskraft und den (wenn auch eher geringen) Stromverbrauch noch auf der Uhr.

Da die Milch keine Konservierungsstoffe enthält, ist sie selbstverständlich auch nicht besonders lange haltbar. Man kann also nicht auf Vorrat herstellen - was etwas schade ist, da die Zubereitung doch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.




Tipp


Sollten Freunde, Verwandte Nachbarn...ebenfalls Reismilch bevorzugen, kann man sich vielleicht zusammentun und gleich eine größere Menge herstellen, verteilen und sich beim nächsten mal damit beschenken lassen.

Eine andere Möglichkeit ist es, die Milch in kleineren Portionen (z. B. in einer Eiswürfelschale) einzufrieren. So taut man dann nur so viel auf, wie man gerade für die Breimahlzeit braucht. Der Reismilcheiswürfel kühlt gleichzeitig den vielleicht manchmal noch zu heißen Brei ab.




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